Was dein Gang über dein Gehirn verrät

Und wie wichtig er für deine Gesundheit ist

Gehen oder Laufen sind wohl die natürlichsten Bewegungen des Menschen. Daher sind sie grundsätzlich auch perfekt in uns angelegt.

Als evolutionäre Bewegungen funktionieren das Gehen und Laufen für die meisten Menschen ohne grosse Aufmerksamkeit. Die natürlichste Art der Fortbewegung beinhaltet dabei viele Kreuzaktivierungen; sprich die rechte Schulter arbeitet im Gleichklang mit der linken Hüfte etc. Das Gehen basiert grossteils auf Reflexen und unbewusst ablaufenden Hirnprozessen vor allem des Stammhirnes.

Schwächen oder Dysbalancen im zentralen Nervensystem werden für einen neurozentrierten Experten sofort ersichtlich. Die Ganganalyse ist daher eines der häufigsten Tools, welches in der Neuroathletik verwendet wird.

Gleichgewichtsstörungen, unzureichende Aktitvät des Stammhirns, des Kleinhirns, des Frontallappen oder auch Probleme der Reizleitung des Nervensystem können sofort erkannt werden. All die genannten Bereiche sind im zentralen Nervensystem doppelt, auf jeder Seite einzeln angelegt und steuern teils Muskeln und Gelenke auf der gegenüberliegenden Seite und teils auf der gleichen Seite. Mit dem entsprechenden Fachwissen ist somit auch eine spezifische Analyse von Seitigkeiten möglich.

Das Gangbild ist aber nicht nur für die Analyse immens wichtig. Da für die meisten Menschen auch wenn sie am Tag nur 5000 Schritte zurücklegen, das Gehen den Hauptanteil ihrer körperlichen Aktivität ausmacht, ist ein schlechtes Gangbild oft der Hauptgrund für die Entwicklung von chronischen Problemen und der Entwicklung von Dysbalancen des Körpers und auch des zentralen Nervensystems.

Bereits das Tragen eines iPhones in der Hand, das Schieben eines Kinderwagens, das Tragen einer Schultertasche, das Gehen in schlechten Schuhen, können langfristige negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit haben.